
Das idyllische Westerhausen im Rhein-Sieg-Kreis erlebte am 15. August einen ganz besonderen FilmSchauPlatz. Das Dorf, das zu Hennef gehört, war zum ersten Mal dabei, aufgebaut war die Leinwand auf dem gemütlichen Schulhof der Historischen Schule. Mit rund 300 Besuchern war der Hof mehr als voll, und nicht nur die Westerhausener waren gekommen: Rund die Hälfte des Publikums war eigens angereist, um den „Buchspazierer“ zu sehen und ein Begleitangebot zu genießen, das sich insbesondere kulinarisch sehen lassen konnte. Der Bürgerverein briet Bratwürste, der Trägerverein der Historischen Schule buk Pizza, die Nachbarschaftshilfe bot Brezeln an, der Karnevalsverein Söven sorgte für Cocktails und Wein, die Blumenkinder Westerhausen verkauften Popcorn und Eis und der Junggesellenverein schenkte Bier aus. Und nicht nur das: Junggeselle Valentin Piontek sorgte mit einer Vorführung im Fahnenschwenken für das Highlight des Begleitprogramms, alles begleitet lockerer Musik. Die Stimmung auf dem Schulhof war aufgekratzt, während sich die Menschen auf den bereitgestellten Stühlen niederließen oder ihre mitgebrachten Liegestühle und Klappsitze aufstellten.
Anna Fantl hatte bei der Begrüßung kaum das Wort FilmSchauPlätze erwähnt, als es schon Applaus gab. Sie erklärte das Konzept der Reihe und erzählte, dass Christine Händel, Vorsitzende des Trägervereins Historisches Schulgebäude, schon seit drei Jahren dafür geworben habe, dass die FilmSchauPlätze nach Westerhausen kommen. Außerdem freute sie sich, Jung und Alt im Publikum zu sehen – die Zukunft der FilmSchauPlätze sei gesichert. Anschließend stellte sie das Filmprogramm vor, mit dem Vorfilm „Capriccio“, der in der Nähe gedreht worden sei, und dem Hauptfilm „Der Buchspazierer“, den sich das Team gewünscht habe.
Christine Händel sprach dann kurz über die Vorgeschichte der Veranstaltung – sie habe sich etwas Besonderes für Westerhausen gewünscht und gewusst, dass der Trägerverein das nicht alleine stemmen könne. Sie dankte allen Vereinen, die geholfen hätten, inklusive dem Mandolinenorchester Hennef-Kurscheid, und vor allem der Sparkassen-Stiftung Hennef, vertreten durch Sabine Claßen, für die Hilfe bei der Finanzierung. Ein Dank ging auch an Bürgermeister Mario Dahm, der persönlich die Popcornmaschine vorbeigebracht habe, und schließlich an den Gründer des Trägervereins Christoph Schulz, der für die Historische Schule gekämpft habe. Der Bürgermeister wies auf die Chronik der Schule hin, die Schulz herausgebracht hat. In einer zukünftigen Chronik hätte dieser Abend sicher einen besonderen Platz. Dann wünschte er dem Publikum und allen Beteiligten einen schönen Abend.
Der Filmabend war dann ein voller Erfolg, Kurzfilm wie Hauptfilm bekamen Beifall. Zwei Mädchen im Alter von 10 und 12 waren besonders beeindruckt und fanden die Geschichte „voll nachvollziehbar“. Viele im Publikum bedankten sich ausdrücklich nach der Vorführung und man war sich einig, dass sich alle wünschten, die FilmSchauPlätze mögen wieder nach Westerhausen kommen.
Bild: Mario Dahm

Der Buchhändler Carl Kollhoff schlägt jeden Tag Bücher in Papier ein, um sie seinen treuen Kunden nach Hause zu bringen. Für den in sich gekehrten Mann sind seine Kunden die einzige Verbindung zur Außenwelt. Seine täglichen Botengänge sind eine wichtige Routine für ihn. Eines Tages begleitet ihn ein kleines Mädchen bei seinen Gängen, um es dann regelmäßig zu machen. Carl ist anfangs nicht begeistert, aber bald gefällt es ihm, mit dem Mädchen zu reden. Auf diesen gemeinsamen Auslieferungsgängen setzt Carl sich mit seiner Vergangenheit auseinander und entdeckt neue Freundschaften und unerwartete Erlebnisse.
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Bild: Studiocanal

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