
Zum Abschluss der FilmSchauPlätze NRW 2025 stand die Leinwand im lauschigen Innenhof des Klosters Gravenhorst in Hörstel und knapp 400 Zuschauer:innen belegten jeden verfügbaren Platz, um „Der göttliche Andere“ und den Vorfilm „So ist das Leben und nicht anders“ zu sehen. Schon das Begleitprogramm war komplett ausgebucht. Das DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst hatte sechs Führungen organisiert, zum Beispiel durch die Ausstellung „Biophilia. Von Pflanzen und Menschen“, durch den Park und das Kloster – eine davon unter dem Motto „Ein Mann im Kloster“ – und knapp 200 Menschen nahmen das Angebot an.
Wer wollte, konnte sich anschließend mit Kartoffelsuppe, Quiche oder Bratwurst aus dem Kloster-Café Clara stärken, ein Eiswagen sorgte für den Nachtisch, Getränke waren reichlich vorrätig. Der Singer und Songwriter Lukas Scholz begeisterte mit Country, Pop und Folk auf der Gitarre: „Es gab kein Lied, was er nicht konnte“, kommentierte ein beeindruckter Fan. Auch in Hörstel war Publikum aus allen Altersgruppen gekommen, und alle genossen den Abend in bester Stimmung.
Projektleiterin Anna Fantl erinnerte bei der Begrüßung daran, dass Hörstel schon seit acht Jahren immer wieder dabei gewesen sei und sich für die FilmSchauPlätze immer sehr engagiert habe. Einen Wermutstropfen gebe es aber: Man habe Publikum abweisen müssen, da der Innenhof nur eine begrenzte Platzzahl habe, was ihr sehr leid getan habe. „Beim nächsten Mal gehen wir auf die große Wiese neben dem Kloster,“ versprach sie unter Beifall. Fantl bedanke sich bei der Organisatorin vor Ort, Sara Dietrich vom DA Kunsthaus, für ihr Engagement und das liebevoll vorbereitete Rahmenprogramm. Dann dankte sie ausdrücklich dem Vorführer Eero Sossinka, denn an ihm läge es vor allem, dass die FilmSchauPlätze an jedem Ort gelängen, und auch Sossinka bekam einen kräftigen Applaus. Fantl schloss mit den Worten „Hoffentlich sehen wir uns im nächsten Jahr wieder! Nehmen Sie das Programmheft mit, dann sehen Sie, was Sie alles verpasst haben.“ Sara Dietrich hieß ihrerseits die Zuschauer:innen herzlich willkommen und dankte ihrem großen und engagierten Team für seine Arbeit.
Die Leinwand wurde hell und ein gut gelauntes Publikum genoss hörbar sowohl Vorfilm als auch Langfilm, beide bekamen am Ende großen Applaus. Ein rundum gelungener Abschluss für die FilmSchauPlätze NRW 2025!
Bild: Münsterland e.V., Philipp Fölting

Gregory ist Fernsehmoderator und soll in Rom von der anstehenden Papstwahl berichten. Er ist Atheist und trifft vor Ort auf Maria. Gregory verliebt sich sofort unsterblich in sie, doch Maria ist bereits einem anderen versprochen, nämlich Gott. Wie sich bald herausstellt, ist sie kurz davor, Ordensschwester zu werden. Es folgen mysteriöse Ereignisse, die Maria und Gregory zunehmend voneinander trennen. Der hoffnungslos Verliebte kämpft darum, seiner Angebeteten endlich näherzukommen. Doch zunehmend sieht er ein, dass er es mit einem übermächtigen Konkurrenten zu tun hat, gegen den er chancenlos zu sein scheint.
R: Jan Schomburg
Mit Callum Turner, Matilda De Angelis, Ronke Adékoluejo
D 2020, 91 Min.
FSK ab 6 Jahre
Bild: Warner Bros.

„So ist das Leben und nicht anders“ ist eine hypnotische Erkundung der von Frau Miko im Laufe ihres langen, fast hundertjährigen Lebens bewohnten und verlorenen Räume. Ihre gehäuseartigen Erinnerungsgefüge haben sich mit denen von Lenia Friedrich überlagert, die im Inneren des gemeinsam bewohnten Hauses verträumt ihrem eigenen Alterungsprozess nachsinnt…
K und B: Lenia Friedrich
KHM, 2024, 13 Min.
Bild: Lenia Friedrich